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Eine Kooperation mit dem Naturpark Rhein-Taunus

 

 

 

 

Grüne Grenzen, Landwehr und besondere Waldformen

Auf den Spuren des Rheingauer Gebücks

 

Fotos: Andreas Wennemann, Naturpark Rhein-Taunus / Rüdiger Kortz / / Grafiken: Goeckel, nach Cohausen

 
Es gibt viele historische Gründe, die zur Anlage von sogenannten Wallhecken führten: als Schutzwehren gegen Wildtiere und plündernde Horden, als Ackerlandschutz, Vieheinzäunung und oft als Grafschafts- oder Privatgrenzmarkierungen. Eine Tour entlang der alten Rheingauer Landwehr zu den letzten erhaltenen, nun jahrhundertealten Gebückbäumen.

 

1268 erfolgte die Enthauptung des letzten Enkels Friedrichs II, Konradin, auf dem Marktplatz in Neapel. Damit endete die Zeit des hohen Kaisertums und Deutschland begann das "Interregum", die königslose Zeit. Feudealherren und Kirchenfürsten mussten keine starke Zentralgewalt mehr fürchten. Die Landesherren versuchten, territoriale Besitzansprüche durch Landesgrenzen zu festigen.  Die Landbewohner andererseits schützten sich durch starke Landwehren vor Übergriffen.

Zwischen 1250 und 1500 entstanden eine Vielzahl von Landwehren, um die Abgrenzung von Gebieten hunderter unterschiedlicher Feudalherren sicherzustellen. Mit Hecken, Wassergräben und Wällen entstanden kilometerlange grüne Grenzen.

 

Schon Julius Cäsar (100 bis 44 v. Chr.) berichtete von den Grenzwehren der Nervier, eine Gegend zwischen Cambrai im Westen und Namur im Osten, durchströmt vom Sambrefluß. Die Bewohner des heutigen Hennegaues kappten junge Bäume so, daß sie nach den Seiten Zweige ansetzten und pflanzten dann Brombeeren und Dornensträucher dazwischen. So bildeten die Hage förmlich dichte Wände, die neben einem Durchgang selbst den Durchblick unmöglich machten. Auch Publius Aelius Hadrian, römischer Kaiser von 117 bis 138 n. Chr. legte die Grenzwehr gegen die Germanen aus "großen, mauergleichen Pfählen und von Grund aus gesetzten und verbundenen Hagen" an.

 

Lokale Verordnungen erwähnten zuweilen Gebücke um unserer Ortschaften, wie etwa das Feldpolizeigesetz des Grafen Balthasar v. Nassau-Idstein, welches bestimmte, dass mit 10 Gulden Geldstrafe bestraft werden soll, wer das "Beschädigen des die Flecken umgebenden Gebücks oder der Zäune" verursacht. Wie entstand das "Rheingauer Gebück"? Wo verlief es genau? Was ist davon heute noch übrig? Kann man echte Gebückbäume heute noch sehen? Unsere Rundtour erzählt Ihnen die Geschichte der Rheingauer Landwehr auf dem östlichsten Stück des Gebücks im Hinterlandswald - und führt Sie zu den letzten verbleibenden Resten der nun jahrhundertealten Gebückbäume.

 

Treffpunkt: 65388 Schlangenbad, Wanderparkplatz "Adelheidtal", Ende Hessenallee am hinteren Parkplatz

Dauer&Länge: ca. 4,5h und ca. 15km. Die Rundwanderung endet wieder am Ausgangspunkt.

Wettereinschränkungen: Wir laufen/fahren bei jedem Wetter. Bei anhaltend schlechtem Wetter wird die Tour, soweit möglich, abgekürzt. Bei voraussehbaren extremen Wetterlagen wird die Tour zeitnah per email und/oder Telefon abgesagt.

 

Termine: Sa, 25. März um 10:00 Uhr / Sa, 16. Juni um 14:00 Uhr / So, 02. Sept. um 10:00 Uhr / So, 25. Nov. um 10:00 Uhr

Tourenbeitrag: 18,- Euro für Erwachsene, 5,- Euro für Kinder bis 12 Jahre

Anmeldeschluss: bis 2h vor der Tour

Kontakt: 0163-4948005 oder 0611-1716063 oder per email an info@cult-touren.de

 

>> Anmeldung und Buchung <<

 

Zusätzliche Termine sowie Gruppentermine gerne auf Anfrage.