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Eine heilige Klausnerin, Visionenen, Klosterruine Disibodenberg

Hildegard von Bingen - die frühen Jahre

 

 

Auf der Trierer Synode von 1147/48 wird als erste Frau in der Kirchengeschichte Hildegard von Bingen vom Papst als Seherin anerkannt. Bereits im Jahre 1112 zog sie in das Kloster auf dem Disibodenberg am Glan. Dreißig Jahre später wird sie hier ihre berühmt gewordenen Visionen von einem schriftgelehrten Mönch aufzeichnen lassen. Was genau erfuhr die heilige Frau in ihrer weltabgeschiedenen Klause? Und wie wurde sie zur bekanntesten Frauengestalt des Mittelalters, deren frühere Wirkungsstätte kaum bekannt ist?

 

Alles beginnt mit einem Mythos auf einem kleinen Berg. Der irisch-schottische Wandermönch Disibod gründet ein Kloster, in dem drei Orden ihre Heimat finden werden. Erst bauten Augustiner-Chorherren ein kleines Stift, um 1100 kamen die Benediktiner und ließen eine große Klosteranlage errichten, die dann von Zisterziensern erweitert wurde: eine beeindruckende Anlage, die heute mit einer Fläche von 2,5 ha als die größte Klosterruine Deutschlands gilt.

 

Warum hatte Hildegard von Bingen die Gabe des Sehens? Wer öffnete ihr die Augen, so daß sie Bücher wie "Wisse die Wege", "Ursprung und Behandlung der Krankheiten" oder auch "Heilsame Schöpfung - die natürliche Wirkkraft der Dinge" erarbeiten konnte? Vielleicht war es die nur sechs Jahre ältere Lehrerin Jutta von Sponheim (1092-1136), die als Magistra den übrigen Nonnen vorstand. Und von der sie möglicherweise das Lesen und Schreiben und das Singen der Psalter und die Bibel lernte.


Als Jutta von Sponheim stirbt, hat sie ihren Wunsche, Hildegard zu ihrer Nachfolgerin als "Magistra", Meisterin des Frauenkonvents, zu wählen, bereits ausgesprochen. 1139 wird Hildegard von Bingen von den Nonnen zur Magistra gewählt. 1151, 15 Jahre später, tritt sie aus dem Schatten ihrer Mentorin heraus und gründet etwas Eigenes: das Kloster Rupertsberg in Bingen am Rhein.

 

Unsere Tour läßt uns zuerst die beeindruckende Landschaft um den Disibodenberg herum entdecken und führt dann zu jenem exponierten Hügel, auf dem "Die Heilige vom Berg" sich zu einer der ungewöhnlichsten Frauengestalten des Mittelalters entwickelte. Zudem eröffnet eine Klosterführung den interessierten Besuchern eine wunderbar romantische Parkanlage mit ihrer ganz eigenen, fast mystischen Stimmung. Wir erfahren, wie Hildegard von Bingen mit ihrer Mentorin lebte und wo sie den Pilgern ihrer Zeit mit Rat und Tat zur Seite stand.

 

Eine Zeitreise in die Welt des frühen Mittelalters, in dem Frauen ihre Bestimmung nur in der Familie oder im Glauben finden konnten. Näher kann man der Persönlichkeit der heiligen Hildegard nicht kommen!

 

Quelle: Franz Stab, Sponheim - Hefte, Nr. 21

 

Treffpunkt: 55571 Odernheim am Glan, Bahnhof

Dauer&Länge: E-Bike Runde an der Nahe und am Glan mit Klosterführung ca. 4,5h und ca. 25km    Oder die Tour als kleinere Wanderung?

Wettereinschränkungen: Wir laufen/fahren bei jedem Wetter. Bei anhaltend schlechtem Wetter wird die Tour, soweit möglich, abgekürzt. Bei voraussehbaren extremen Wetterlagen wird die Tour zeitnah per email und/oder Telefon abgesagt.

 

Termin&Uhrzeit: auf Anfrage, als Wanderung oder E-Bike Tour. Wer nicht mit dem eigenen Auto anreisen möchte, für den organisieren wir gerne einen Transfer.

Tourenbeitrag: 59,- Euro inkl. Klosterführung, E-Bike Verleih, Anlieferung und Abholung, Einführung und Tourenführung. Die Mindestteilnehmerzahl beträgt 6 Personen. Für Gruppen unter 6 Personen wird ein Aufschlag von 80,- Euro pro Gruppe  für Anlieferung und Fahrtkosten erhoben.

Kontakt: 0163-4948005 oder 0611-1716063 oder per email an info@cult-touren.de

 

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